Wer darf tanken, wie viel, und wie kommt die Rechnung in die Buchhaltung? Diese Fragen löst eine gute Tankkarte. Eine weitere Frage, nämlich ob auch der richtige Kraftstoff im Tank landet, beantwortet sie nur zum Teil. Dieser Beitrag erklärt, was eine Tankkarte für Firmen kann, welche Regeln Sie für Ihre Mitarbeitenden festlegen sollten und wo ihre Grenzen liegen.
Eine Firmentankkarte ist ein bargeldloses Zahlungsmittel für Dienstfahrzeuge. Getankt wird an der Station, abgerechnet wird gesammelt über das Firmenkonto, sodass Fahrer keine Belege mehr einreichen müssen (Athlon FleetGuide, abgerufen 14.10.2026). Es gibt markengebundene Karten, die nur im Netz einer Tankstellenmarke gelten, und markenübergreifende Karten mit größerem Netz, aber häufiger mit Karten- oder Servicegebühren (Dr. Web, Tankkarten-Vergleich, 06.10.2026). Immer häufiger kommen Hybridkarten dazu, mit denen Mitarbeitende tanken und laden können.
Die meisten Anbieter bieten eine ähnliche Grundausstattung. Laut Dr. Web gehören dazu (06.10.2026):
Die Kosten unterscheiden sich stark. Dr. Web nennt Einmalgebühren von 2,50 bis 12,50 Euro pro Karte und laufende Gebühren von 0,99 bis 5 Euro pro Karte und Monat, viele Stationskarten sind dagegen gebührenfrei (Stand 03.10.2026). Vergleichen Sie also nicht nur Rabatte pro Liter, sondern auch Nebenkosten wie Papierrechnungen oder Ersatzkarten.
Eine Tankkarte ist nur so gut wie die Regeln, die für sie gelten. VW Financial Services verweist darauf, dass Arbeitsvertrag, Dienstwagenüberlassungsvertrag und ergänzende Richtlinien den Rahmen setzen (VW FS Magazin Flotte, 01.06.2026). Bewährt haben sich diese Punkte:
Ein häufiger Gedanke im Fuhrpark lautet: „Die Tankkarte sperrt doch den falschen Kraftstoff.“ Ein Blick in die Unterlagen der Anbieter zeigt, dass das nur teilweise stimmt.
Viele Karten kennen Produktstufen. Im Shell-Bestellformular eines Kartenvermittlers gibt es etwa die Kategorie „nur Diesel“ und die Kategorie „Diesel- oder Ottokraftstoff“, die Karte wird dabei auf ein Kennzeichen ausgestellt (Kaiser & Tappe, Anmeldeunterlagen Shell, Stand 05/2024). Die JET Card in Österreich hat eine „Restriktionsstufe 4: Nur Diesel / AdBlue“, festgelegt pro Fahrzeug oder Fahrer (AGB JET Card, Fassung 11/2023).
Daraus ergeben sich drei Grenzen:
Was im Fahrzeug tatsächlich getankt werden darf, legen Hersteller und Autohaus verbindlich fest. Diese Angaben stimmen Sie mit dem Fuhrparkmanagement ab und hinterlegen sie dann bei der Karte.
Ein Fehlgriff an der Zapfsäule ist schnell passiert, vor allem mit wechselnden Fahrern, unter Zeitdruck oder nach einer langen Schicht. Die Kosten bleiben dann oft am Unternehmen oder am Fahrer hängen:
Wie die Haftung zwischen Arbeitgeber und Fahrer verteilt wird, erklärt unser Beitrag Arbeitnehmerhaftung beim Dienstwagen: Wer zahlt bei Falschbetankung? Was nach einem Fehlgriff zu tun ist, haben wir auf unserer Seite Falsch getankt: Was jetzt? zusammengefasst.
Für den letzten Punkt gibt es den Fehlbetankungsschutz Tankfreund: eine robuste Lasche, die hinter der Tankklappe über dem Tankdeckel hängt und zum Tanken angehoben werden muss. So sieht der Fahrer den richtigen Kraftstoff genau in dem Moment, in dem er ihn braucht. Es gibt ihn für B7 Diesel, E5, E10 und HVO, mit Kraftstoffnamen in mehreren Sprachen und auf Wunsch mit Ihrem Logo. Er ist in zwei Minuten angebracht und kostet unter 3 Euro pro Fahrzeug.
Cambio CarSharing setzt ihn in der ganzen Flotte ein: „Mit dem Tankfreund konnten wir mit einer kleinen Investition den ganzen Fuhrpark schützen. Seitdem hatten wir keine Falschbetankung mehr.“ (Rainer Zuszek, Cambio CarSharing). Weitere Beispiele finden Sie auf unserer Seite für Flotten und Fuhrparks.
Sie möchten sehen, wie der Tankfreund an Ihren Fahrzeugen aussieht? Wir schicken Ihnen gern kostenlose Muster oder einen Entwurf mit Ihrem Logo.